Viele Menschen haben mich in den letzten Wochen gefragt, warum ich als unabhängige Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin antrete. Und in einigen Gesprächen kam noch eine zweite Frage dazu: „Kandidierst du dann auch für den Stadtrat?“
Die kurze Antwort lautet: Nein.

Und genau darin liegt für mich auch der Kern meiner Entscheidung.
Die Aufgabe der Bürgermeisterin ist überparteilich
Die Bürgermeisterin ist keine Fraktionsvorsitzende und keine Vertreterin einer einzelnen politischen Richtung.
Ihre Aufgabe ist es, die Verwaltung zu führen, Entscheidungen umzusetzen und die Zusammenarbeit im Rat zu ermöglichen.

Der Rat lebt davon, dass unterschiedliche Parteien und Perspektiven vertreten sind. Das ist gut so. Demokratie lebt vom Austausch verschiedener Positionen.

Die Bürgermeisterin hat eine andere Rolle:
Sie muss alle Perspektiven hören, abwägen und Entscheidungen transparent vorbereiten, damit gute Lösungen für die ganze Stadt entstehen. Gerade deshalb halte ich eine unabhängige Kandidatur für einen großen Vorteil.
Sie ermöglicht mir, mit allen Fraktionen konstruktiv zusammenzuarbeiten – ohne parteipolitische Vorgaben und ohne Lagerdenken.
Oder anders gesagt:

Meine Loyalität gilt nicht einer Partei, sondern der Stadt Springe und ihren Menschen.

Warum ich nicht für den Stadtrat kandidiere
In den letzten Tagen wurde ich mehrfach gefragt, ob ich zusätzlich auch für den Stadtrat kandidiere.
Das tue ich bewusst nicht.
Wenn ich Bürgermeisterin werde, liegt mein Fokus vollständig auf dieser Aufgabe. Sie ist anspruchsvoll genug und verlangt die volle Aufmerksamkeit.
Und wenn ich keine Bürgermeisterin werden sollte, dann sehe ich meine Rolle neben meinem Beruf ebenfalls klar:
Ich habe bereits ein großes ehrenamtliches Projekt, für das ich mich mit viel Herz engagiere – das Projekt „Haus für alle Leute“ in Völksen.
Dieses Engagement erfüllt mich und hat für viele Menschen vor Ort eine große Bedeutung. Dafür möchte ich dann weiterhin Zeit und Energie haben.
Ein weiteres politisches Ehrenamt würde ich deshalb nicht zusätzlich übernehmen.

Mein Ziel: Zusammenarbeit stärken

Mein Antrieb für die Kandidatur ist nicht, eine politische Gruppe stärker zu machen.
Mein Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Rat und Bürgerschaft zu stärken.
Springe steht – wie viele Kommunen – vor großen Aufgaben:
Finanzen, Infrastruktur, Bildung, Ehrenamt, Klimaanpassung, Zusammenhalt in den Ortsteilen.
Diese Herausforderungen lassen sich nicht gut im Gegeneinander lösen. Sie brauchen Kooperation, Vertrauen und eine gute Gesprächskultur.
Ich bin überzeugt, dass eine Bürgermeisterin viel dazu beitragen kann, genau diese Kultur zu stärken.
Darum kandidiere ich.
Nicht für eine Partei – sondern für unsere Stadt.