Bekannte Gesichter, neue Begegnungen, kritische Stimmen und viele Gespräche: ein Rückblick auf meinen ersten Wochenmarktstand in Springe.

Der Markttag begann zunächst ruhig und gemütlich. Doch spätestens ab 10 Uhr wurde es auf dem Wochenmarkt lebendig – mit bekannten Gesichtern, neuen Begegnungen, offenen Fragen und auch kritischen Gesprächen.

Genau deshalb bin ich gern dort: Auf dem Wochenmarkt begegnen sich Menschen, die nicht eigens zu einer politischen Veranstaltung kommen. Manche bleiben neugierig stehen, andere gehen entschlossen weiter. Manche freuen sich über Erdbeermarmelade, andere lieber über einen Kugelschreiber. Und manchmal entwickelt sich aus einem kurzen Gruß ein längeres Gespräch über Springe.

Besonders gefreut hat mich, Menschen wiederzusehen, die ich im Laufe der vergangenen Monate kennengelernt habe. Wir konnten an frühere Gespräche anknüpfen. Einige waren überrascht, woran ich mich noch erinnern konnte. Für mich ist genau das wichtig: Gespräche sollen keine flüchtigen Wahlkampfbegegnungen bleiben. Ich möchte verstehen, was Menschen bewegt, und Entwicklungen weiterverfolgen.

Auch mit den Landfrauen gab es ein schönes Wiedersehen. Einige erinnerten sich daran, dass ich in diesem Jahr als Wahlvorstandsvorsitzende ihre Vorstandswahl moderiert habe. Solche Begegnungen zeigen, wie eng die Wege in Springe miteinander verbunden sind.

Dazu kamen unerwartete Wiedersehen: ein früherer Schulfreund, alte Bekannte und Menschen, die mich noch unter meinem Geburtsnamen Petra Lorenz kannten. Manchmal beginnt ein Gespräch mit dem Satz: „Ach, jetzt habe ich endliche in Gesicht zu dem Namen. DU bist Petra Keck. Ich kenne Dich noch als Petra Lorentz.“

Auch mein Mitbewerber Ingo Koschenz war auf dem Wochenmarkt. Wir haben kurz miteinander gesprochen. Denn Demokratie beginnt im Gespräch – auch zwischen Menschen, die sich um dasselbe Amt bewerben. Unterschiedliche Vorstellungen gehören zu einer Wahl. Respekt, Fairness und die Bereitschaft zum Austausch sollten dabei selbstverständlich sein.

Es gab viel Zuspruch. Es gab aber auch Menschen, die offen sagten, dass sie derzeit einen anderen Bewerber weiter vorn sehen. Auch solche Gespräche gehören für mich dazu. Ich stehe nicht nur dort, um mit Menschen zu reden, die mich bereits unterstützen. Ich möchte auch denen begegnen, die kritisch sind, Fragen haben oder mich bisher kaum kennen.

Die Bürgermeisterwahl ist eine Persönlichkeitswahl. Deshalb sollten die Menschen in Springe die Möglichkeit haben, alle Kandidierenden kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen – nicht nur anhand eines Plakats, sondern im persönlichen Gespräch. Oder natürlich auch gern vom Sofa aus über meinen Podcast.

Mein Team war an diesem Tag großartig. Es wurde Kaffee getrunken, zugehört, diskutiert und gelacht. Fotografiert haben wir dagegen eher wenig. Aber vielleicht ist genau das die schönste Bilanz: Wir haben mehr gesprochen als fotografiert.

Unser Stand befand sich versehentlich direkt auf der eigentlichen Marktfläche. Dass dies so nicht vorgesehen war, war uns zuvor nicht bewusst. Vielen Dank an die Marktbeschicker, dass wir an diesem Tag trotzdem dortbleiben durften. Beim nächsten Mal findet Ihr uns an einem anderen Platz – aber wieder ganz in der Nähe des Wochenmarktes.

Denn dort ist Springe so lebendig wie an kaum einem anderen Ort.

Am 24. Juli bin ich wieder da. Ich freue mich auf bekannte Gesichter, neue Begegnungen und ehrliche Gespräche.